Überreichung des Doctor of Chiropractic Diploms

 

 

Die Ausbildung - Doctor of Chiropractic

 

Den Titel Doctor of Chiropractic, auf deutsch Doktor der Chiropraktik, kann man bisher nur im Ausland (USA, Kanada, England, Frankreich, Dänemark, Australien und Japan) erwerben. Daher ist der Titel leider auch sehr wenig bekannt in Deutschland. Die Ausbildung zum Doctor of Chiropractic ist eine 5 jährige Universitätsausbildung, wobei jede Universität und jedes College, das die Ausbildung anbietet, sowohl von dem amerikanischen Council on Chiropractic Education (CCE) als auch vom europäischen Council on Chiropractic Education (ECCE) jedes Jahr geprüft und anerkannt werden muss.

Die Ausbildung ist in den Basisfächern der eines Arztes gleich. Der klinische Teil unterscheidet sich jedoch dadurch, dass während der Ausbildung zum DOCTOR OF CHIROPRACTIC kein Unterricht bezüglich Arzneimittel und Chirurgie erteilt wird und als Behandlungsform ausschließlich Chiropraktik gelehrt wird. Im Rahmen des Studiums werden die angehenden Doctors of Chiropractic auch im Bereich der Radiologie ausgebildet. Den in Deutschland praktizierenden Chiropraktoren ist jedoch bis jetzt nicht erlaubt, Röntgenaufnahmen zu machen.

In 29 Ländern der Welt gibt es schon ein Chiropraktorgesetz, wodurch Doctors of Chiropractic als Chiropraktoren zugelassen werden und somit einen vergleichbaren Status wie ein Arzt erhalten. Dies hat zur Folge, daß in diesen Ländern ein Doctor of Chiropractic auch in einem Krankenhaus tätig sein darf und dort Hand in Hand mit den Schulmedizinern arbeitet. Diese Gesetze existieren nicht nur in fernen Ländern wie z.B. USA, Kanada, Australien, sondern auch im europäischem Bereich, wie z.B. in Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, England, Belgien und der Schweiz. In Deutschland ist man diesbezüglich noch hoffnungslos rückständig. Hier gibt es lediglich ein Gesetz für Ärzte, eines für Zahnärzte und eines für Heilpraktiker ( Letzteres aus dem Jahre 1939 ). Da Doctors of Chiropractic keine Ärzte im Sinne des deutschen Gesetzes sind, müssen sie in Deutschland unter dem Heilpraktikergesetz zugelassen werden. Für diese Zulassung muss eine sogenannte Heilpraktikerprüfung abgelegt werden, die nach dem vorhergegangene Studium wie ein Scherz oder eine Schikane erscheint.

Nach einem Antrag in Bonn konnte wenigstens die Führung des Titels Doctor of Chiropractic durchgesetzt werden. Man arbeitet in der Europäischen Union daran, ein Gesetz mit Gültigkeit für ganz Europa zu verabschieden. So bleibt zu hoffen, daß man bald zu einer Einigung kommt.

 

Doctor of Chiropractic - Diplom

 

Chiropraktiker und Chirotherapeut -

Ist das nicht das Gleiche wie ein Chiropraktor ?

 

Nein, ganz und gar nicht! Um den Titel „Chiropraktiker” zu führen, muss man lediglich ein Heilpraktiker sein und einen Schnellkurs für Chiropraktik, entweder auf Video oder „Live” für eine Dauer von meist nur wenigen Wochenenden absolviert haben. Der Titel Chirotherapeut ist lediglich eine Zusatzbezeichnung ( betrifft kein Teilgebiet ) die ein normaler Arzt, oft ein Orthopäde oder HNO- Arzt, der an einem Kursus von offiziell 6 Wochen Dauer teilgenommen hat, nutzen darf, um Patienten auf seine speziellen “Kenntnisse” aufmerksam zu machen.

Es gibt somit keine Garantie für die Sicherheit des Patienten, wenn er sich mit Chiropraktik behandeln lässt. Dies ist paradox, aber so ist das deutsche Gesetz.

Sich von jemandem der in einem Schnellkurs und folglich nur unzureichend ausgebildet wurde, behandeln zu lassen, wäre mit folgender Situation vergleichbar: Ein Patient geht zum Heilpraktiker oder Allgemeinarzt mit einem 6 wöchigen Kurs in Zahnmedizin anstatt zu einem Zahnarzt. Schnell käme er zu dem Entschluss: „Was hilft es, wenn der Arzt ein bißchen bohren oder einen Zahn ziehen kann, aber keine Füllung, Überkronung oder Wurzelbehandlung vornehmen kann. Würden Sie diesem Arzt Ihre Zähne anvertrauen?

 

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